Grobkonzept

Grobkonzept

Mit einem guten Angebot und etwas Glück haben Sie den Auftrag für die Webseite bekommen. Nun geht es weiter mit dem Grobkonzept (auch Basiskonzept genannt). In diesem Kapitel finden Sie viele Schritte, die auch vor dem Erstellen des Angebots sinnvoll gewesen wären. Daher können Sie einzelne Teile vorziehen, wenn es Ihnen nötig erscheint, um das Angebot zu erstellen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick

Bevor Sie mit der weiteren Arbeit fortfahren, gönnen Sie sich eine Auszeit. Nehmen Sie dazu möglichst auch Ihre Auftraggeber mit. Gehen Sie auf Tour durch das World Wide Web. Besuchen Sie Webseiten, die thematisch mit Ihrem Projekt zu tun haben, und Webseiten, die aus ganz anderen Bereichen kommen.

Sehen Sie die Webseiten einmal nicht mit den Augen des Profis, sondern mit den Augen eines Benutzers. Sie sind ein gewöhnlicher Mensch und wissen nichts über Internet-Protokolle, Marketing, Gestaltung oder Navigations-Architektur. Das ist wichtig, um die Berufsblindheit loszuwerden, die jeden Menschen mit der Zeit befällt. Öffnen Sie Ihre Augen für neue Ideen und vor allem für die Probleme, Ansprüche und Wünsche eines durchschnittlichen Benutzers.

Versuchen Sie, Ihre Auftraggeber zu überreden, mit Ihnen auf Tour zu gehen. Das ist für alle Kunden sinnvoll, auch wenn sie schon viel Web-Erfahrung haben. Denn sie können während der Tour viel lernen. Zeigen Sie ihnen Webseiten, die Sie besonders gut oder besonders schlecht finden, und fragen Sie Ihre Kunden nach ihrer Meinung. Gehen Sie darauf ein, und erklären Sie ihnen, wo nach Ihrer Meinung die Stärken bzw. Schwächen der Webseite liegen. Dabei müssen Sie aufpassen, dass Sie Ihre Kunden nicht brüskieren. Hat jemand zum Beispiel eine Funktion gelobt, die Sie schlecht finden, müssen Sie vorsichtig erklären, dass diese Ihrer Meinung nach einen Haken hat. Das erfordert etwas psychologisches Fingerspitzengefühl.

Falls Sie sich das nicht zutrauen, können Sie auch den umgekehrten Weg wählen: Stellen Sie die Webseite selbst vor, und erklären Sie, was Sie gut und was Sie schlecht finden. Fragen Sie erst dann Ihre Auftraggeber nach ihrer Meinung.

Mit der Web-Tour können Sie Ihre Kunden etwas erziehen. Sie weisen sie auf die kritischen Punkte hin und machen ihnen klar, was gute Webseiten auszeichnet. Durch Ihre gemeinsame Tour schlüpft Ihr Auftraggeber kurzzeitig in die Rolle des Benutzers und verlässt die Rolle desjenigen, der die Inhalte liefert. Das kann dabei helfen, die wichtigste Botschaft zu vermitteln, die Sie haben:

Der Benutzer einer Webseite steht im Vordergrund, nicht der Betreiber.

Was Sie außerdem auf der Tour noch machen können, ist, die Erwartungen Ihrer Kunden etwas zu steuern. Wenn Sie ihnen sehr ausgefallene, aufwendige Webseiten mit vielen technischen Besonderheiten zeigen, kann es sein, dass Ihre Kunden auch so etwas wollen. Das kann sich aber auch ins Gegenteil wenden, und Ihre Kunden sagen Ihnen, dass sie so etwas gerade nicht möchten. Hier ist wieder Ihr psychologisches Geschick gefragt. Denken Sie nur daran, dass Sie mit dem, was Sie zeigen, auch Erwartungen wecken können.

Wie lange Ihre gemeinsame Tour dauert, hängt davon ab, wie viele Teilnehmer sie hat und wie viel Zeit Ihre Kunden aufbringen möchten. Achten Sie währenddessen unbedingt darauf, ob noch alle Teilnehmer bei der Sache sind. Lässt das Interesse nach, beenden Sie die Tour, auch wenn Sie noch nicht alles angesehen haben, was Sie vorhatten. Ich bereite für meine Touren zwischen fünf und acht Webseiten vor, die ich zeigen möchte. Dabei wähle ich eine bunte Mischung von Konkurrenz-Webseiten, bekannten Webseiten und sehr ausgefallenen Webseiten.

Ein sehr wichtiger Effekt der Web-Tour ist es auch, dass Sie die Vorlieben und Abneigungen Ihres Kunden kennenlernen. Lassen Sie die Auftraggeber selbst viel reden. Versuchen Sie herauszubekommen, warum sie manche Webseiten mögen, andere dagegen nicht. Oft können sie das nicht in Worte fassen, aber Sie müssen nachhaken, damit Sie die Vorstellungen Ihrer Kunden erfahren. Geben Sie sich nicht mit der Aussage Gefällt mir nicht zufrieden. Es fällt es den meisten Menschen leichter zu sagen, warum sie manche Dinge nicht mögen, als zu beschreiben, warum sie andere mögen. Nutzen Sie das, und lassen Sie Ihre Tour-Teilnehmer schimpfen. Sie können vorweg ganz allgemein fragen: Was stört Sie am meisten im Web? Wenn sich dann alle richtig ausgelassen haben, fragen Sie: Was schätzen Sie am meisten am Web?

Die Antworten sind nach meiner Erfahrung oft sehr ähnlich. Sie lassen sich gewöhnlich so zusammenfassen, wie in Tabelle gezeigt.

Was stört? Was gefällt?
Informationen nicht zu finden alle Informationen verfügbar
zu viele drittklassige Webseiten hochwertige Webseiten vorhanden
Webseiten zu bunt und überladen Interaktion
lange Ladegeschwindigkeiten einfache Kommunikation
tote Links schnelle Recherche
zu wenig Orientierung Unterhaltung
schlechtes Design Vielfalt
mangelnde Sicherheit Personalisierung

Anhand dieser Kriterien können Sie auf Ihrer gemeinsamen Tour die Webseiten beurteilen. Als weitere Kriterien sollten Sie als der Experte auf der Tour noch folgende Punkte untersuchen:

Inhalt
Können Sie das Ziel der Webseite erkennen?
Beantwortet die Webseite die Fragen, die die Benutzer haben könnten?
Bietet die Webseite einen echten Mehrwert?
Kann die Webseite mit der Konkurrenz mithalten?
Zielgruppenorientierung
Spricht die Webseite die Sprache der Zielgruppe?
Ist das Design an die Zielgruppe angepasst?
Werden die Fragen der Zielgruppe beantwortet?
Falls die Webseite mehrere Zielgruppen anspricht: Ist deutlich, welcher Bereich für welche Zielgruppe gedacht ist?
Design
Ist das Layout professionell?
Entspricht es dem Image und der CI des Unternehmens bzw. der Marke?
Ist das Layout konsistent?
Sind Farben bewusst eingesetzt?
Unterstützt das Layout die Informationen?
Sind die Bilder korrekt komprimiert (Qualität, Ladezeit)?
Aufbereitung der Informationen (Informations-Architektur)
Ist die Struktur der Webseite sofort durchschaubar?
Ist die Zahl der Auswahlpunkte auf der Startseite überschaubar?
Sind die Informationen mit möglichst wenig Aufwand erreichbar (wenige Klicks, klare Entscheidungen)?
Benutzerführung (Navigations-Architektur)
Ist die Benutzerführung konsistent?
Wissen Sie auf jeder Seite, wo Sie sich gerade befinden?
Wissen Sie auf jeder Seite, wie Sie wieder zurückkommen?
Sind die Buttons und Links aussagekräftig beschriftet?
Sind die verwendeten Symbole verständlich und beschriftet?
Sind die verwendeten Metaphern verständlich und durchgehalten?
Gibt es mehr als einen Weg zur gesuchten Information (bei großen Webseiten)?
Text
Ist der Schreibstil dem Internet und der Zielgruppe angepasst?
Ist der Text übersichtlich gegliedert (Absätze, Listen, Überschriften)?
Wird der Eindruck von Textwüsten vermieden?
Haben die Webseiten die richtige Länge?
Technik
Werden die Webseiten schnell geladen?
Funktionieren die Webseiten auf verschiedenen Browsern/Plattformen?
Gibt es keine Darstellungs- oder JavaScript-Fehler (auch bei verschiedenen Browsern)?
Funktionieren die Webseiten, ohne dass man bestimmte Einstellungen vornehmen muss (Breite des Fensters, Bildschirmauflösungen, JavaScript/Cookies aktivieren usw.)?
Werden Alternativen angeboten, wenn ein Plug-In gebraucht wird, das der Benutzer nicht hat?

Sie müssen diese Liste nicht bei jeder einzelnen Webseite ganz durchgehen. Sie soll Ihnen nur Anregungen geben, worauf Sie achten sollten. Erwähnen Sie bei der Tour nur die Punkte, die an der jeweiligen Webseite besonders auffallen. Ergänzen Sie die Liste um Ihre eigenen Kriterien, sie ist sicher nicht vollständig.

Wenn noch Zeit ist, lassen Sie die Teilnehmer Ihrer Web-Tour Webseiten vorschlagen, die ihnen besonderes gefallen. Bitten Sie sie, genau zu beschreiben, was ihnen daran gefällt. Geben Sie einen kurzen Kommentar dazu ab, und verschweigen Sie nicht, wenn Sie Verbesserungspotenzial sehen. Aber auch hier müssen Sie vorsichtig sein, um den Kunden nicht als ahnungslos darzustellen. Außerdem lauert hier die Gefahr, dass eine Webseite zur Beurteilung vorgeschlagen wird, die in der oder für die Firma erstellt wurde, für die Sie arbeiten. Es kann sein, dass einer der Anwesenden daran auch beteiligt war. Seien Sie sehr vorsichtig mit Ihrer Kritik, wenn Sie eine solche Webseite besprechen.

Ein Tipp zur Durchführung: Sorgen Sie für den Fall vor, dass Sie bei Ihrer Besprechung nicht ins Internet kommen. Besonders wenn Sie beim Kunden sind, passiert das öfter, als man denkt. Speichern Sie die Webseiten, die Sie besuchen wollen, zuvor als "Webarchiv" ab. Bei Firefox heißt das Webseite, komplett. Der Internet Explorer bietet Webarchiv als Option bei Datei/Speichern unter... an. Auf einem Macintosh können Sie sogar angeben, dass Links weiterverfolgt werden. Damit werden automatisch auch die mit der Webseite verlinkten Unterseiten mit abgespeichert. Es gibt dazu auch spezielle Programme, sogenannte Offline-Reader.

Re-Briefing

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen noch Informationen fehlen, um das Grobkonzept anzugehen, sollten Sie Ihre Auftraggeber um ein Re-Briefing bitten. Bei dieser Besprechung geben Sie wieder, wie Sie das   Briefing verstanden haben. Zusätzlich informiert der Kunde Sie über weitere Details oder Dinge, die sich seit dem letzten Gespräch geändert haben. Außerdem wird er sicher auf einige Punkte in Ihrem Angebotskonzept Bezug nehmen. Sie haben jetzt mehr Hintergrundwissen und eine genauere Vorstellung von der geplanten Webseite als beim ersten Briefing. Im Wesentlichen geht es aber um dieselben Fragen wie beim Briefing.

Gelegentlich wird das Re-Briefing auch Startbesprechung oder Kickoff genannt.

Besonderheiten beim Relaunch

Wenn Sie eine bestehende Webseite überarbeiten (Relaunch oder Redesign genannt), sollten Sie als Erstes diese Webseite genau untersuchen. Werten Sie die Logfiles auf dem Server aus, um zu erfahren, wie die Webseite momentan genutzt wird. Führen Sie einen informellen   Usability-Test mit der Webseite durch.

Anhand der so gewonnenen Informationen können Sie feststellen, was auf der Webseite funktioniert und was der Überarbeitung bedarf. Ändern Sie nichts, was funktioniert und genutzt wird, um vorhandene Benutzer nicht zu vergraulen.

Ansonsten sind die Schritte zum Grobkonzept im Wesentlichen die gleichen, wie wenn Sie eine neue Webseite konzipieren.

Recherche zum Unternehmen

Versuchen Sie so viel wie möglich über die Firma oder Organisation herauszufinden, die Sie beauftragt hat. Wie stellt sie sich nach außen dar? Welches Image gibt sie sich? Wer arbeitet dort? Wie viele Angestellte hat sie? Was genau bietet sie an? Wann wurde sie gegründet? Wer sind die Vorstände beziehungsweise die Geschäftsführer? Auf welchen Messen ist sie vertreten? Mit welchen anderen Firmen oder Organisationen hat sie Kooperationen? An welchen Unternehmen hält sie Beteiligungen?

Alle diese Sachen können Sie allein herausfinden. Für die folgenden Fragen brauchen Sie die Mithilfe Ihres Auftraggebers: Wie ist die Firma beziehungsweise die Organisation strukturiert? Welche Abteilungen gibt es, wie arbeiten sie zusammen? Wie funktioniert die interne Kommunikation? Über Post-it-Zettel oder per E-Mail? Hat jeder Mitarbeiter einen eigenen Computer? Ein Handy? Einen Palmtop? Eine eigene E-Mail-Adresse? Wie werden die Auftragseingänge bearbeitet (sofern es solche gibt)? Gibt es ein Warenwirtschaftssystem? Ist ein Call-Center vorhanden?

Sie müssen kein Unternehmensberater werden, um diese Fragen zu beantworten. Es reicht in den meisten Fällen, wenn Sie sich durch die Räume Ihres Auftraggebers führen lassen, um einen Eindruck zu bekommen. Seien Sie dabei aufmerksam, und fragen Sie viel. Ist der Besuch zu Ende, schreiben Sie Ihre Eindrücke auf. Machen Sie das lieber nicht während der Führung, das macht eher einen komischen Eindruck. Entweder hält man Sie für einen Streber oder für einen Spion.

Alle diese Informationen sind nützlich für Sie, wenn Sie für Ihren Kunden nicht nur eine Webseite, sondern eine erfolgreiche Webseite produzieren wollen. Diese muss auf seine Bedürfnisse zugeschnitten werden - und dazu müssen Sie Ihren Kunden genau kennen.

Recherche zur Branche

Nachdem Sie die Firma kennengelernt haben, recherchieren Sie das Umfeld, in dem sie sich bewegt. Wie groß ist die Branche? Welches sind die wichtigsten Firmen? Wie geht es der Branche im Allgemeinen? Ist es eine Wachstumsbranche, oder laufen die Geschäfte schlecht? Wer sind die wichtigsten Konkurrenten Ihres Auftraggebers?

Auch hieraus sollten Sie keine Forschungsarbeit machen. Für Sie ist nur ein grober Eindruck wichtig. Ich wende für die Recherche von Informationen über die Firma und die Branche zusammen meist etwa einen halben Tag auf. Wichtigstes Instrument dabei ist das Internet. Aber auch ein kurzes Telefonat mit Bekannten, die sich in dem Bereich auskennen, hilft oft weiter.

Konkurrenzanalyse

Nun genug der Wirtschaftsanalysen. Dank dieser wissen Sie jetzt, wer die wichtigsten Konkurrenten sind. Nehmen Sie deren Webseiten genau unter die Lupe. Sehen Sie sich an, welche Informationen in welcher Tiefe angeboten werden. Versuchen Sie zu beurteilen, ob die Webseiten erfolgreich sind und häufig besucht werden. Überlegen Sie, was gut gelöst ist und was man besser machen könnte. Schreiben Sie die Dinge auf, die Sie vermissen.

Ziele des Auftraggebers

Ihr Auftraggeber hat Ihnen wahrscheinlich schon im ersten Gespräch gesagt, warum er eine Webseite haben möchte. Dennoch sollten Sie nochmals genauer über seine Ziele nachdenken. Möchte er sein Image aufpolieren? Oder will er seine Service-Mitarbeiter entlasten?

Wenn Ihr Auftraggeber etwas verkaufen will, stellen Sie sich folgende Fragen: Was genau soll verkauft werden? Wie viel soll verkauft werden? Wie viele verschiedene Artikel gibt es? Werden die Kunden häufig wiederkommen (etwa bei Büchern oder Lebensmitteln) oder eher selten (etwa bei Haushaltsgeräten oder Autos)?

Im Zentrum steht also zunächst die Frage: Was will Ihr   Auftraggeber?

Überlegen Sie sich, was Ihr Kunde schon hat und wo mögliche Schnittstellen zwischen diesen Dingen und der Webseite liegen. Gibt es etwa bereits ein Warenwirtschaftssystem, das Einkauf, Lagerung und Auslieferung der Waren kontrolliert? Es wäre sinnvoll, das mit dem Shop-System zu verbinden, wenn für die Webseite so etwas geplant ist. So könnten die Bestellungen, die über die Webseite in Zukunft gemacht werden, direkt in das bestehende System eingegeben werden. Das würde den Ablauf vereinfachen und beschleunigen.

Das Schreiben des Grobkonzepts

Wenn Sie endlich alle Informationen vom Kunden haben und selbst glauben, dass Sie genug Ideen entwickelt haben, machen Sie sich ans Schreiben des Grobkonzepts. Sie bringen damit die Wünsche des Kunden in eine strukturierte Form. Aus dem Briefing und aus Ihrem Angebot ziehen Sie die Informationen dafür, erweitert um Ihre Ideen. Das Grobkonzept dient dazu, die Wünsche des Auftraggebers nochmals mit Ihren Worten klar zu formulieren, damit sich alle Beteiligten über das Ziel des Projekts einig sind. Sehen Sie das Grobkonzept als Chance, die Richtung zu korrigieren, ohne dass schon allzu viel Arbeit umsonst gemacht wurde.

Es soll Spaß machen, das Grobkonzept zu lesen. Besonders der Einstieg muss so sein, dass der Auftraggeber sich denkt:
Ja, genau das brauche ich. Und meine Auftragnehmer, die können das.

Vermitteln Sie einen Überblick, erklären Sie Ihre Vision. Was soll die Webseite leisten, wer soll sie besuchen, was soll sie bewirken? Welche (natürlich positiven) Folgen hat das für das Unternehmen? Bei der weiteren Gliederung können Sie sich an Ihrem Angebot orientieren. Kommen Sie vom Allgemeinen zum Speziellen. Beschreiben Sie erst die Dinge, die der Auftraggeber sicher haben möchte, und machen Sie erst dann eventuelle Zusatzvorschläge.

Wenn Sie feststellen, dass eine Funktion sinnvoll wäre, die im Angebot (und in der Kalkulation) nicht vorgesehen ist, können Sie diese nachträglich anbieten. Machen Sie dem Kunden klar, welchen Nutzen er davon hat und warum sich die zusätzlichen Kosten dafür lohnen.

Denken Sie daran, dass Ihre Auftraggeber einige Begriffe nicht kennen werden, mit denen Sie täglich umgehen. Verzichten Sie auf Fachwörter. Erklären Sie diese, falls Sie nicht darauf verzichten können. Sie können auch ein Glossar anfügen, wenn Sie glauben, dass sehr viele Begriffe erklärungsbedürftig sein könnten, und Sie den Text durch die Erklärungen nicht verlängern wollen.

Erleichtern Sie Ihren Lesern die Orientierung. Bei längeren Konzepten kann ein Inhaltsverzeichnis sinnvoll sein. Strukturieren Sie das Dokument in jedem Fall durch Überschriften in mehreren Gliederungsebenen.

Achten Sie unbedingt auch bei der Gestaltung darauf, dass alles aus einem Guss ist und professionell wirkt. Denn es gilt immer: Der erste Eindruck zählt! Es lohnt sich, für das Angebot auch einen Designer hinzuzuziehen, wenn Ihnen das Gestalten nicht so liegt. Ein nettes Bild, das Logo des Kunden oder wenigstens ein typografisch ansprechend gestaltetes Titelblatt ist das Mindeste.